Lake Atitlán, Guatemala: Wie ein Dorf zum Kunstwerk wurde

Atitlan See

Ein ehrgeiziges Kunstprojekt zum Ankurbeln des Tourismus und des Gemeinschaftssinn wird am Seeufer von Santa Catarina Palapó in den Angriff genommen.

Guatemala’s See Atitlán ist wegen seiner bemerkenswerten Landschaft berühmt: kobaltblaues Wasser gesäumt mit dramatischen Vulkankegeln und verstreuten Mayadörfern. Und jetzt ist der Ort im Begriff eine eher ungewöhnliche Attraktion an seinem Ufer hinzuzufügen. Die am Ufer lebende Gemeinde von Santa Catarina Palopó unternimmt ein ehrgeiziges Projekt, um sich selbst in ein imposantes Kunstwerk zu verwandeln mit der Absicht eine alternative Einnahmequelle im Tourismus für die lokale Bevölkerung zu erzeugen.

Es ist die Idee von Harris Whitbeck, einem guatemalischen Journalisten und Kunstliebhaber mit der Mission einen sozialen Umbruch zu erreichen, dessen Familie seit drei Generationen mit dem See in Verbindung gebracht wird. Als er sah, wie die berühmten holländischen Künstler Jeroen Koolhaas und Dre Urhahn den Slum Vila Cruzeiro in Rio de Janeiro mit lebhaften Farben verwandelten war die Idee von Pintando Santa Catarina Palopó geboren.

Atitlan See Harris Whitbeck

„Studien zeigen, dass, wenn die physische Umgebung einer Gemeinschaft verbessert wird, es einen positiven Einfluss auf die Einwohner gibt. Es gibt ein vergrößertes Zugehörigkeitsgefühl, die Kriminalitätsrate sinkt und neue Unternehmen entstehen“, sagte Whitebeck.

Die Gemeinde, ganz vorne dabei der Bürgermeister, war von Anfang an an Bord und das Projekt hat bereits jetzt eine größere Verbindung zwischen den Dorfbewohnern – von denen viele nur ihre Muttersprache Kaqchikel sprechen – und den Spanisch sprechenden Wochenendausflüglern von Guatemala City geschaffen. Lidia Cumes, eine Sprecherin der Gemeinde sagte: „Das Leben in der Dunkelheit kann schwierig sein. Es ist viel besser von neuen Ideen und Farbe umgeben zu sein. Alles kann erreicht werden, wenn es einen Willen und Teilnahme gibt und ich bin überzeugt, dass das Projekt mehr Möglichkeiten für unser Dorf schaffen wird.“

Eine von Mittelamerikas größten Zementgesellschaften, Cementos Progreso, spendete Limonen zur Herstellung der Farbe. Whitbeck hat herausgefunden, dass es preiswerter ist Farbe aus Limonen herzustellen und diese ebenfalls eine Anti-Pilz und Anti-Feuchtigkeit-Eigenschaft sowie eine thermische Wirkung vorweist. Tatsächlich verwendeten sogar die Vorfahren der Dorfbewohner vor 5000 Jahren auf Limonen basierte Farbe.

Lake Atitlan Harris Whitbeck

Die Firma übernahm ebenfalls die Gebühren des holländischen Duos – besser bekannt als Haas&Hahn – welche einen Farblabor-Workshop im November letzten Jahres leiteten. Eine Wand, welche den Fußballplatz umgiebt, diente dabei als Spielraum um mit den Farben zu experimentieren und ein öffentlicher Platz wurde zum Designprototyp.

Die Gemeinde kam letztendlich auf die Endidee einer guatemalischen Design-Firma. Jede Familie hat die Wahl zwischen 5 Farbkombinationen und einer Reihe von Designschablonen, alle angelehnt an ihre traditionellen huipil Tuniken, und wird diese Woche mit der Malerei beginnen. Es gibt 800 Häuser aber bis jetzt nur genug Farbe für 100, weshalb ein „Adoptier-ein-Haus“ – Modell im Aufbau ist. Gruppen von bis zu fünf Besuchern, welche 500 Dollar pfänden, werden einem Haus zugeteilt und können der Familie beim Malen behilflich zu sein (Hotels in der Nähe, Casa Palopó und Villas Santas Catarina eingeschlossen, bieten sogar Disounts für Freiwillige an).

Nach Whitebecks Schätzungen wird es bis zu zwei Jahre dauern das Projekt abzuschließen, natürlich abhängig von den Investitionen. Es besteht die Hoffnung, dass das Dorf mehr Touristen anziehen wird und das Geld in die Taschen der Reiseführer, Restaurantbesitzer und Weber fließt. „Die Gemeinde wird einen großen Einfluss darauf haben, wie sich das Projekt entwickeln wird“, sagte Whitebeck. „Sie werden sich vielleicht zu Reiseleiter Kooperationen zusammenschließen oder Webtextilien mit den neuen Designs als Grundlage herstellen. Die Malerei ist nur der Anfang.“

Wir von Trottermundo finden dieses Projekt eine fantastische Idee. Auf Ihrer Guatemala Reise  können wir eine Besichtigung gerne organisieren.

„Fuera Uber“ („Uber out“) – die neue Konkurrenz der mexikanischen Taxifahrer

File illustration picture showing the logo of car-sharing service app Uber on a smartphone next to the picture of an official German taxi sign

Das neue Fortbewegungsmittel um von Punkt A nach Punkt B zu gelangen heißt Uber. Die gleichnamige App lässt das Bestellen eines Taxis bequem mit dem Smartphone zu. Mit nur wenigen Fingertippen wird man an einen Fahrer vermittelt und je nach Standort ist der „private driver“ schon in wenigen Minuten vor Ort und das rund um die Uhr.        

Das 2009 gegründete amerikanische Unternehmen Uber agiert bereits seit vielen Jahren in Großstädten und ist besonders in den USA populär. Bei Reisen nach New York City oder San Francisco ist der zuverlässige Personentransport kaum noch wegzudenken. Nun breitet sich der Service in Mexico aus. Dies ist keine Überraschung, denn das Unternehmen erfreut sich in Mexico City bereits großer Beliebtheit.

Die Vorteile der App liegen klar auf der Hand: Unkompliziertes, schnelles Bestellen eines Fahrzeuges ohne vorherige Reservierung und dazu noch zu wettbewerbsfähigen Preisen. Verglichen mit den regulären Stadttaxis in Ciudad de México ist der Fahrpreis meist nur unwesentlich höher oder gar derselbe. Abhängig von Uhrzeit, Destination und Anzahl der Uber-Driver kann die Fahrt sogar preiswerter sein. Vor allem in Mexico City kommt man oft günstiger weg, da es die Möglichkeit gibt sich ein Fahrzeug mit anderen App-Nutzern zu teilen. Uber-Pool nennt sich diese Variante.

Uber Mexico / Uber Mexiko

Zudem spart man sich das Herbeiwinken eines Taxis und die Preisverhandlungen mit dem Fahrer. Die App lässt den Nutzer sein Ziel vor Fahrantritt eingeben, wodurch bereits vor dem endgültigen Bestellen des Fahrzeuges eine Preisspannweite berechnet werden kann. Dies macht das Sprechen mit dem Uber-Fahrer nahezu überflüssig, da diesem das Ziel bereits bekannt ist und die Bezahlung der Beförderung per Kreditkarte über die App erfolgt. Dies ist vor allem für Touristen von Vorteil, welche der spanischen Sprache nicht mächtig sind.

Uber in Mexiko punktet jedoch nicht nur mit seiner einfachen Bedienung. Während man bei einem regulären Taxi keinerlei Informationen über den Fahrer, seinen persönlichen Hintergrund und den Zustand des Autos hat, kann man bei Uber sicher sein, dass alles seine Richtigkeit hat. Der springende Punkt für die Nutzung der App in Mexiko ist oftmals der umfassende Background sowie Vehicle-Check der Fahrer durch Unternehmensvertreter von Uber vor Ort. Sowohl Fahrer als auch Fahrzeug müssen bestimmte Vorschriften erfüllen, um letztendlich zugelassen werden zu können. Die Überwachung der gesamten Fahrt durch die App verstärkt zudem das Gefühl der Sicherheit bei den Kunden. Und die ist besonders Reisenden in Mexiko sehr wichtig. Nach der erfolgreichen Fahrt wird dann mithilfe eines 5 Sterne Systems der Fahrer bewertet und auf Wunsch ein Kommentar hinterlassen. Dies hilft anderen Nutzern bei der Auswahl ihrer Fahrer und das System selbst bevorzugt die Fahrer mit besserer Bewertung.

Das Geschäftsmodell findet großen Anklang bei den Mexikanern und bietet sich als gute Möglichkeit für einen Haupt- oder Nebenverdienst an. Wohl auch deswegen beginnt das Unternehmen in Mexiko zu expandieren und bereitet vor allem den lokalen Taxifahrern Schwierigkeiten, welche mit den Uber-Standards oft nicht mithalten können. Proteste gegen die Ausweitung des Unternehmens waren bisher erfolglos. Das Thema Uber ist kontrovers aber die App ist unbestreitbar eine zuverlässige Alternative gegenüber der Nutzung von regulären Taxis in Mexiko.

Das Rezept zum glücklich sein – Welche Zutat fehlt den Deutschen?

Jährlich veröffentlichen die Vereinten Nationen den World Happiness Report, der untersucht, wie glücklich die einzelnen Länder der Erde sind. Dabei machen die nördlichen Länder Europas das Rennen, aber auch Mexiko und Costa Rica sind weit vorne dabei. Deutschland hingegen hat zwar im Jahr 2016 aufgeholt, aber dennoch ist der Deutsche an sich nicht zufrieden. Aber wie und woran wird Glück eigentlich gemessen?

Bei uns zu Lande wird der Wohlstand eines Landes nach wie vor am Bruttoinlandsprodukt gemessen. Aber auch in wirtschaftlich schwächeren Gegenden wie Costa Rica und Mexiko haben die Menschen nicht weniger Freude am Leben. Eher ist es andersherum. Wie kann es also sein, dass in einem Land wie Mexiko, wo schlechte Nachrichten of an der Tagesordnung sind, die Stimmungslage der großen Mehrheit überdurchschnittlich zufrieden ist? Sollte man nicht meinen, die Mexikaner seien eher ein depressives, leicht aggressives Völkchen, nach all dem was man liest?

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Geld macht eben nur bedingt glücklich. In Ländern wie Mexiko und Costa Rica spielt das Wir-Gefühl eine entscheidende Rolle. Vor allem die sozialen Beziehungen fallen in lateinamerikanischen Ländern stark ins Gewicht und dienen als Sicherheitsnetz. So befindet sich fast jeder in einem Beziehungsgeflecht, was konkret bedeutet: wir helfen uns gegenseitig. Das verschafft Sicherheit und Zufriedenheit. Trotz “schlechter Zeiten” kann man sich immer auf seine Familie und Freunde verlassen. Die Grundeinstellung in diesen Ländern lautet: “Wir schaffen das schon irgendwie.”

Das “Glücklichsein” ist in Mexiko und Costa Rica Lebensziel. Vielen Deutschen ist das aber nicht genug. Bei uns zu Lande strebt man oft nach anderen Dingen wie beruflichen Erfolg, materiellen Dingen wie ein großes Haus und Auto, Vermögen und gesellschaftlichen Ansehen. Oftmals misst man sich an denen, die mehr haben als man selbst, wobei in Mexiko beispielsweise die Zufriedenheit einsetzt, wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind.

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Ebenfalls  sind die Menschen in Costa Rica sehr glücklich und zufrieden. Im Vergleich zu ihren Nachbarländern verdienen die Ticos gut und auch das Umweltbewusstsein ist hier bereits vorangeschritten. Dennoch kommt kein Neid oder Missgunst auf. “Pura Vida”, das pure Leben, heißt es zur Begrüßung und zum Abschied in Costa Rica. Die Gelassenheit, das Zufriedensein mit einfachen Sachen, die Geborgenheit der Familie und das Klima spielen auch hier einen wichtigen Faktor, um vom “Glücklichsein” zu sprechen.

Auch die Deutschen können lernen zufriedener durchs Leben zu gehen, ohne dabei auf Karriere verzichten zu müssen. Denn wer glücklich durchs Leben geht, ist oftmals viel kreativer und motivierter. Manchmal kann es hilfreich sein das Leben nicht zu ernst und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Ebenso sollte man sich von veralteten, zwanghaften Vorstellungen lösen, wie ein erfolgreiches Leben auszusehen hat. Nehmen wir uns also ein Beispiel an den lateinamerikanischen Ländern und lernen die Dinge zu schätzen, die wir bereits besitzen.

Vamos a lo Nica! – Zwischen Cuba(trotter), Mexiko und Nicaragua – eine 8-tägige, wundervolle Mittelamerika Reise

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Seit nun schon mehr als sieben Jahren lässt mich die Sehnsucht an das kleine, verrückte zentralamerikanische Land nicht mehr los. Daher ergriff ich, Sabine – Mitarbeiterin bei cubaTROTTER  – nach meiner ersten Erfahrung innerhalb eines Freiwilligenjahres 2009/10 erneut die Chance, meine Sehnsucht zu stillen und für ein paar Tage alte Freunde und meine ehemalige Gastfamilie in dem heißen Ländchen zu besuchen.

Aber anstatt nun mit einem  ausführlichen Reisebericht zu starten, möchte ich euch lieber ein paar Sätze zu Nicaragua und Zentralamerika im Allgemeinen – zu Land und Leuten, Natur und Orten, und vor allem den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten, die es lohnenswert machen mindestens ein Mal in seinem Leben eine solch faszinierende Mittelamerika Reise zu machen – erzählen!

nicaragua vulkan

Für mich ist Nicaragua heute mitsamt seinen Bewohnern, seiner Natur und seinen kulturellen Eigenarten der Inbegriff der lateinamerikanischen Gelassenheit, Lebensfreude und Unvoreingenommenheit gegenüber anderen Menschen.  „Tanquis, Chelita!“ („immer mit der Ruhe, kleine, weiße Ausländerin“)  war bestimmt der Satz, den ich in einem Jahr Freiwilligenarbeit am meisten zu hören bekam. Die deutsche Pünktlichkeit und Hektik holte mich beim Warten auf Busse, bei Treffen mit Arbeitskollegen und Freunden etc. immer wieder ein.

Da wurde ich ungeduldig und nervös, während meine nicaraguanischen Gefährten die Zeit spontan zu nutzen wussten, sich unterhielten, lachten und letztendlich (nach ca. zwei Stunden Wartezeit) den Vorschlag machten, einfach auf ein paar Tonia (nicaraguanisches Bier) und Tajadas con Queso (Kochbananen-Chips mit frittiertem Käse)  in die kleine Bar um die Ecke zu gehen. Und als man dann in der Bar saß, wurde geteilt: Bier in 1-Liter-Flaschen, große Platten Bananenchips, und letztendlich dann auch die Rechnung.

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Genauso offen und unkompliziert war es möglich, Freunde ohne vorherige „Anmeldung“ zu besuchen: wenn man das Bedürfnis nach einem offenen Ohr, ein paar netten Sätzen und Aufmerksamkeit in einsamen Momenten hatte, ging man einfach bei einem Freund vorbei oder klopfte an der Zimmertür der Gastmama und der- oder diejenige nahm sich so viel so wertvolle eigene Zeit, um einem zuzuhören oder zu helfen, wo auch immer guter Rat und Hilfe benötigt wurde.

Neben der Gastfreundschaft und Lebensfreude der Menschen ist ein weiterer Grund unbedingt einmal nach Nicaragua zu reisen, die einzigartige Natur des sogenannten „Landes der tausend Vulkane“:  unberührte Strände der Pazifik- und Atlantikküste sowie die vielen Arten von aktiven und nicht mehr aktiven Vulkanen inmitten von tropisch-grünen Wäldern und den Gebirgszügen des Nordens.

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Egal, welche Art von Aktivität man bevorzugt, in Nicaragua und vielen anderen Ländern Mittelamerikas kommt man innerhalb einer 2 bis 3-wöchigen Reise auf den Genuss von abenteuerlichen Wanderungen hoch zu qualmenden Vulkankratern (Vulkan Cerro Negro), entspannten Spaziergängen durch epiphytenreiche Nebelwälder  – hier wäre Matagalpa und der sogenannte Selva Negra ein Beispiel – , Baden in Krater-Lagunen (zb die Laguna de Apoyo bei Masaya), Surfen an einsamen, wellenreichen Pazifikstränden, wie der Playa el Coco bei San Juan del Sur, oder Sonnen an weißen Sandstränden der östlichen Karibikküste oder auf den Corn Islands.

sunset nicaragua

Und zwischendurch lohnt es sich immer wieder auch ein paar Tage in einer der kleinen, von staubigen Märkten, eifrigen Straßenverkäufern und lauter Regeatton-Musik geprägten, schmuddeligen Städtchen, welche das alltägliche Leben der meisten Nicaraguaner auf besondere Art und Weise widerspiegeln, zu verweilen.

Die Universitätsstadt Leon zum Beispiel ist bekannt für ihre über 20 einzigartigen Kirchen (einst war ich sie alle abgelaufen und hatte sie gezählt…), von deren Dächern man bei klarem Wetter die gesamte Vulkankette Nicaraguas zu sehen bekommt. Hier erlebt man tagsüber den Trubel einer aufgeweckten Studentenstadt,  in deren Gassen und an deren Hauptplatz sich Obstverkäufer, Souvenir-Händler oder Schuhputzer um die junge, studentische oder auch mal touristische Kundschaft streiten und in deren vielen, mit Grün bewachsenen Innenhöfen mit hübschen Restaurantes, Cafés und Kneipen sich geruhsam ein paar Gläser Tonia und ein schmackhaftes „Bayo de Caballo“ (typisch nicaraguanisches Gericht) genießen lassen.

Cathedral Of Leon, Nicaragua

Neben Leon bietet zum Beispiel auch die am Nicaragua-See gelegene Kolonialstadt Granada zahlreiche Aktivitäten  –  in der Stadt selbst oder in der Natur der näheren Umgebung: einen Ausflug auf den Nebelwald Vulkan „Mombacho“ oder eine abenteuerliche Schifffahrt zur Isla de Ometepe – der  im Nicaragua-See gelegenen Insel mit den zwei Vulkanen – in  Michael Endes Jim Knop und Lukas der Lokomotivführer  die sogenannte „Insel mit zwei Bergen“ (der Name ist tatsächlich der nicaraguanischen Vulkaninsel entnommen!).

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Dies alles und  viele Highlights mehr des kleinen, aber  beeindruckenden Stückchen Landes zwischen den beiden großen amerikanischen Kontinenten lassen sich auf einer Quer durch Mittelamerika Reise von ticoTROTTER erleben!

Lasst euch also verzaubern von Nicaragua, Costa Rica, Guatemala, Belize und  Panama  – und ich versichere euch, dass ihr nach einem faszinierenden, fast 4-wöchigen zentralamerikanischen Abenteuer – so wie ich selbst auch – nicht nur ein Mal wieder dorthin zurückkehren werdet!

Eure Sabine

Auf eigene Faust – im Mietwagen durch Kuba

Mietwagen Kuba

— GASTBEITRAG unserer Reisereporterin Julia —

Das kommunistische Kuba erleben bevor es „amerikanisiert“ wird – Trottermundo machte meinen Traum mit seinem Blog & Travel 4 Free Programm möglich. Mit dem Mietwagen ging es 10 Tage stolze 1.300 Kilometer durch 12 Städte, wobei ich die Schönheiten der Karibik Insel kennen sowie einen Einblick in das alltägliche Leben der Kubaner gewinnen konnte.

Koloniale Städte, karibische Musik, Rum, Zigarren und paradiesische Strände – das ist Kuba! Auf meiner Mietwagenreise durch Kuba hatte ich den perfekten Mix aus Sightseeing, Entertainment und Relaxen.  Stundenlang durch tropische Palmen-Landschaften oder entlang von türkis-blauem Wasser fahren, dabei nach Lust und Laune an wunderschönen und einsamen Spots anhalten – das ist nur mit dem Mietwagen möglich.

reiseroute

Mein Reisetagebuch

Tag 1: Von Havanna nach Viñales

Bereits am Flughafen fängt unsere Reise mit Trottermundo mit einer Überraschung an: begrüßt werden wir von Damen in kurzen Miniröcken und sexy Netzstrumpfhosen – ein Anblick, mit dem ich in einem kommunistischen Land nicht gerechnet habe.

Nach einem Chaos am Kofferband habe ich nach 50 Minuten Warten dann endlich meinen Koffer und es kann losgehen zu „Cubanacar“, wo ich den von Cubatrotter vorab reservierten Mietwagen abholen möchte. Der nette Herr erklärt mir jedoch, dass der Wagen noch nicht abgegeben wurde und ich mindestens noch 3 Stunden warten muss. Nach einem Plausch auf Spanisch und meiner Erklärung, dass ich noch bei Tageslicht im 180 Kilometer entfernten Viñales ankommen muss,  bekomme ich dann glücklicherweise nach 2 Stunden einen kleinen Kia und es kann losgehen Richtung Viñales.

vinales

Vorbei an wackeligen Pferdekutschen, abgemagerten Rindern und aus dem Nichts auftauchenden Kubanern, die auf eine Mitfahrgelegenheit hoffen, geht es über die mit Schlaglöchern übersäte Autopista Richtung Pinar del Rio. Der landschaftliche Anblick, der sich einem dabei bietet, ist atemberaubend und wir legen mehrere Stops ein, um diese Schönheit in Fotos festzuhalten.

Nachdem wir an der Kreuzung 30 Kilometer vor Viñales noch den Kubaner Juan in den Kofferraum packen, der uns während der restlichen Fahrt mehr über Kuba und seinen Alltag erzählt, kommen wir schließlich kurz vor Sonnenuntergang im kleinen Dorf Viñales an. Die kleinen Häuser strahlen in Farben von himmelblau bis holunderrot und auf der Veranda darf natürlich der Schaukelstuhl nicht fehlen, auf dem die Bewohner mit Zigarre und Rum in der Hand gemütlich den ganzen Tag vor sich hin wippen und dabei das Geschehen auf den Straßen beobachten.

vinales

Mit einem Mojito und kubanischer Life Musik des legendären 80-jährigen René (der aufgrund von Spionage Vorwürfen mehrere Jahre im Gefängnis saß) lassen wir den Abend in einem kleinen Restaurant mit traumhaften Blick über Viñales ausklingen.

Tag 2: Viñales

Am Morgen verköstigt uns unsere Gastgeberin mit einem leckeren Frühstück aus Pancakes, Früchten, Rührei, Käse, sehr starkem Kaffee und einem leckeren frischgepressten Ananas Saft. Gestärkt geht es dann los zu einer 5-stündigen Tour auf Pferden durch das malerische Tal von Viñales, vorbei an Tabakpflanzen und Kaffeeplantagen. Das Panorama, das sich uns dabei bietet ist genau so, wie ich mir den Garten Eden vorstelle!

vinales

Tag 3: Viñales – Cayo Jutías – Pinar del Rio

Heute machen wir einen Tagestrip zu einem der schönsten Strände Kubas: Cayo Jutías. Auf unserer Fahrt dorthin stellt sich schnell heraus: Autofahren in Kuba ist eine kleine Herausforderung. Nicht nur die zahlreichen Schlaglöcher, sondern auch die mangelnden Straßenschilder – die, wenn vorhanden, meist unbrauchbar sind – machen es zu einem wahren Abenteuer. Da unsere Karte, die wir am Flughafen für 5 CUC erstanden haben (angeblich die beste Karte Kubas!) nur die wichtigsten Straßen anzeigt, müssen wir uns auf die Wegbeschreibungen der Kubaner verlassen,  die wir am Straßenrand immer wieder um Hilfe bitten. Tatsächlich schaffen wir es auf diese Weise ohne Verfahren nach ca. 2 Stunden am wunderschönen perlweißen Sandstrand von Cayo Jutías anzukommen. Da es hier keine Hotels und auch keine Casa Particulares gibt, haben wir den Strand fast für uns alleine und ich kann für 3 Stunden mal so richtig abschalten.

cayo jutias

Dann müssen wir aber leider auch schon wieder weiter nach Pinar der Rio, wo wir die Nacht verbringen, um am nächsten Tag früh in Soroa anzukommen.

Tag 4: Pinar der Rio – Soroa – Las Terrazas – Soroa

Es geht weiter nach Soroa, ein kleines Dorf – oder eher eine Straße mit ein paar Häusern inmitten der Natur. Hier machen wir einen Stop am „Salto de Soroa“, einem Wasserfall mit wunderschönem Ausblick über die vielfältige Landschaft.

Nach einer herrlichen Erfrischung geht es weiter in das Biosphärenreservat Las Terrazas, eine um den Stausee angelegte terrassenförmig Siedlung.

las terrazas

Tag 5: Soroa – Playa Larga

Heute steht uns eine längere Autofahrt bevor, da es in den Osten nach Playa Larga geht. Aufgrund des starken Regens benötigen wir etwas länger als geplant und treffen erst am Abend an unserem Ziel für heute ein. Nach 5 Stunden Stromausfall, einer Begegnung mit  überdimensionalen  Fröschen und Krebsen sowie einem plötzlichen Angriff von Killer-Moskitos, geht ein langer Tag zu Ende.

Sorora

Tag 6: Playa Larga – (Guáma) – Schweinebucht –  Cienfuegos

Auf dem Plan steht heute der Besuch von Guamá, einem Dorf bestehend aus kleinen Holzhütten auf dem Wasser, welches nur per Floss erreichbar ist. Leider erklärt uns jedoch der Herr an der Kasse, dass sie für heute keine Tickets mehr verkaufen (um 11.30 Uhr?). Enttäuscht fahren wir daher weiter Richtung Cienfuegos. Unsere Stimmung wird jedoch gleich viel besser, als wir entlang der wunderschönen Schweinebucht fahren, mit türkisfarbenen Wasser wohin man nur schaut. An einer Zenote legen wir einen Stop ein, um uns im natürlichen Salzwasserbecken zu erfrischen und an einem der besten Schnorchel-Spots die Unterwasserwelt zu erkunden. Gestärkt mit einem leckeren Krabbencocktail geht es dann weiter Richtung Cienfuegos.

schweinebucht

Tag 7: Cienfuegos – Trinidad 

Cienfuegos ist eine wunderschöne Küstenstadt, weshalb sie oftmals als „Perle des Südens“ bezeichnet wird. Die Kultur hier wurde geprägt von den französischen Einwanderern, was sich auch in der einzigartigen Architektur widerspiegelt (das historische Zentrum wurde 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt). Gerne würden wir hier noch einen weiteren Tag durch die schöne Altstadt schlendern, wir müssen jedoch weiter nach Trinidad.

Trinidad

Trinidad kann uns vom ersten Augenblick an überzeugen: enge Gassen, bunte Häuser & viele kleine Cafés umgeben von der wundervollen Landschaft der Sierra del Escambray. Hier finden wir Unterschlupf bei einem schweizerisch-kubanischen Pärchen, wo wir uns sofort wohlfühlen.

Tag 8: Trinidad

Heute legen wir einen Strandtag am 20 Minuten entfernten Playa Ancón ein. Auch hier haben wir den langen Strand fast für uns alleine. Im Schatten einer Palme genießen wir den restlichen Tag.

playa ancon

Tag 9: Trinidad – Santa Clara – Varadero

Weiter geht es nach Santa Clara – die Stadt des größten Triumphes von Che Guevara. Hier besuchen wir das Museum und Monument der Erinnerung an Che, um mehr über den Volkshelden und sein Wirken zu erfahren.

Spontan beschließe ich aufgrund der Hitze  doch noch einen „Abstecher“ nach Varadero zu machen. Nach 4 Stunden Autofahrt kommen wir am späten Nachmittag schließlich im beliebtesten Ferienort Kubas an. Doch wider Erwartens finden wir keine Touristenhochburg vor wie befürchtet, sondern ein ruhiges Dorf mit wenigen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten –  eigentlich genau das Richtige für einen entspannenden Abschluss von unserer Kubareise. Auch hier finden wir ein süßes Casa Particular für einen vernünftigen Preis (im Gegensatz zu den überteuerten Hotels am anderen Ende der Halbinsel) – das letzte übriggebliebene Fischerhaus im Dorf.

varadero

Tag 10: Varadero

Früh am Morgen laufen wir an den Strand, um uns einen schönen Platz am Strand zu sichern. Der Anblick der sich uns bietet ist paradiesisch: traumhaft türkisfarbenes Wasser (definitiv unter unseren Top 3 weltweit) und ein kilometerlanger, einsamer Sandstrand. Unser Ausflug hat sich definitiv gelohnt!

Tag 11, 12, 13: Havanna

Heute müssen wir früh los, um unseren Mietwagen noch vor 12 Uhr in Havanna abzugeben. Es läuft zum Glück alles reibungslos und auch ein Casa Particular ist schnell gefunden. Mit dem Bicitaxi gönnen wir uns eine 1-stündige Stadtrundfahrt durch La Habana Vieja. Schnell bemerken wir die krassen Gegensätze der Hauptstadt Kubas: wunderschöne bunte Häuser im Kolonialstil stellen einen krassen Kontrast zu den teilweise heruntergekommenen, baufälligen grauen Bauten dar. Trotzdem ist Havanna auf jeden Fall ein MUST SEE.

havanna

Meine Highlights:

  1. Vinales
  2. Cayo Jutias
  3. Trinidad

Abschließend ein paar wichtige Tipps:

Autofahren in Kuba

  • Es gibt sehr wenige Straßenschilder oder brauchbare Wegweiser – man ist daher meist auf die Hilfe der Kubaner angewiesen (Spanischkenntnisse daher von Vorteil).
  • Straßen sind in sehr schlechtem Zustand – Schlaglöcher mit 1 Meter Durchmesser sind keine Seltenheit (selbst auf den Autopistas). Daher muss man sehr langsam und achtsam fahren, wenn man eine Reifenpanne vermeiden will.
  • Man sollte sich vorab eine GUTE Straßenkarte in Deutschland besorgen (wir kauften die beste Karte für 5 Dollar am Flughafen in Havanna, welche jedoch oftmals nicht von großem Nutzen war, da lediglich die Hauptstraßen und wichtigeren Straßen eingezeichnet waren) oder am besten gleich bei Google Maps seine Fahrtroute ausdrucken.
  • Man sollte sich IMMER an Geschwindigkeitsgrenzen halten – es gibt sehr viele Kontrollen, selbst auf den einsamsten Straßen tauchen plötzlich aus dem nirgendwo Polizisten auf.
  • Auf den Straßen gibt es zwar kaum Autos, jedoch dafür Pferdekutschen, Ochsenwagen, Kühe, Hunde und Fußgänger – daher sollte man sehr aufmerksam sein.
  • Am Straßenrand gibt es sehr viele Kubaner, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. Lässt man sie stehen, wird man meist beschimpft (auch Stinkefinger sind keine Seltenheit). Nimmt man sie mit, sollte man jedoch sehr vorsichtig sein. Aufgrund der extremen Armut versuchen viele Kubaner die Ausländer mit allen möglichen Maschen übers Ohr zu hauen (ein Beispiel: sie wollen dir den Weg zeigen und verlangen danach 20 Dollar dafür).

mietwagen havanna

Internet

Internet gibt es nur an den Hauptplätzen und besseren Hotels. Um das Wifi zu nutzen, muss man sich bei Etecsa für 2 Dollar die Stunde einen Zugangscode kaufen. Meist ist der Empfang jedoch zu schlecht und man braucht sehr viel Zeit und Geduld (am besten man verzichtet daher im Urlaub mal auf Internet, das erspart einem den Stress!).

Trinkwasser

Trinkwasser scheint auf Kuba Mangelware zu sein. Meist gibt es nur Bier und Rum zu kaufen – entdeckt man einmal Wasser sollte man daher gleich eine Tagesration kaufen.

Essen

Stellt euch gleich darauf ein: Kuba ist alles andere als ein kulinarisches Paradies… Da der Handel mit anderen sozialistischen Ländern eingestellt wurde, gibt es kaum Lebensmittel. Bohnen mit Reis oder Reis mit Bohnen sind daher an der Tagesordnung. Dazu gibt es dann Hühnchen, Schwein, Fisch oder Lobster – aber das war es auch schon mit der kulinarischen Vielfältigkeit. Bereits nach 3 Tagen konnten wir den staubtrockenen Reis nicht mehr sehen und freuten uns wie kleine Kinder, als wir in Havanna endlich ein richtig gutes Restaurant mit Pasta & Pizza entdeckten („La California“ in einer Seitenstraße vom Malecón).

Wer Geld sparen will, sollte in den Pesos-Restaurants in den kleinen Nebenstraßen speisen – dort zahlt man meist den halben Preis (anstelle von 7 CUC meist nur 3,50 CUC).

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Danke an Cubatrotter (aus dem Hause Trottermundo), die mir diese Reise ermöglichten. Wer Lust darauf bekommen hat, Kuba ebenfalls auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu erkunden, sollte unbedingt hier vorbei schauen.

Feuer und Wasser – Neuseelands vulkanisches Erbe mit kiwiTROTTER.com

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“I fell into a burning ring of fire”

Was Johnny Cash so bildlich über die Liebe sang, könnte in Neuseeland tatsächlich passieren! Neuseelands Lage am Pazifischen Feuerring – einem Vulkangürtel, der den Pazifik umschließt – bringt einiges an Energie mit sich und hat das Landschaftsbild wesentlich geprägt. Hauptverantwortlich dafür sind die tektonischen Aktivitäten der pazifischen und australischen Platte, die dort aufeinander treffen und neben regen Vulkanismus und Geothermie leider auch häufig Erdbeben verursachen. Doch genau diese Aktivität ist verantwortlich für Neuseelands atemberaubende Landschaft, die so abwechslungsreich ist, wie nirgendwo sonst.

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Die Maori-Legende über die Entstehung des Vulkanfeuers

Der Legende nach sah der spirituelle Führer Ngatoroirangi des Arawa Stammes die leuchtende Spitze des Tongariro und beschloss den Berg zu erklimmen, um dadurch dessen Geheimnisse zu erfahren. Er hieß seine Leute am Fuße des Berges warten und sagte zu ihnen, dass sie bis zu seiner Rückkehr nicht essen sollen, denn das würde ihm die nötige Wärme für die Erklimmung des eisigen Berges geben. Dann brach er mit seinem Sklaven Aruhoe auf.

Nachdem sie schon lange gewartet hatten und Ngatoroirangi bereits tot glaubten, entzündeten sie ein Feuer und aßen. Am Berge jedoch, gegen den eisigen Wind und den Schnee ankämpfend, fuhr Ngatoroirangi der Verrat als grausame Kälte ins Herz. Mit dem sicheren Tode ringend, rief er händeringend im Gebet seine Schwester in der Heimat an und bat sie, ihm schützendes Feuer gegen den eisigen Südwind zu schicken, da ihn sonst ein baldiges Ende erwarte.

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Daraufhin schickte sie die Feuerdemonen Te Pupu und Te Hoata, die sofort ins Meer sprangen und unter der Erdkruste gegen Süden wanderten. Nach einer Weile hoben sie ihre Köpfe um zu sehen, wie weit sie noch gehen mussten und durchbrachen die Erdkruste dort, wo heute White Island liegt, der einzige aktive Seevulkan Neuseelands. Sie sahen, dass es noch weit war und setzten ihre Reise fort. Jedes Mal, wenn sie an die Oberfläche traten und sich umsahen, hinterließen sie Feuer und Rauch, das bis heute glüht. So entstanden zum Beispiel die geothermalen Aktivitäten in Rotorua, Tarawera, Taupo und Turangi sowie vielen anderen Orten auf der Nordinsel. Der unterirdische Weg der Feuerdemonen verbindet heute noch White Island mit dem Tongariro National Park.

Schließlich brachen die Feuerdemonen aus der Spitze des Tongariro hervor und retteten durch ihre Wärme Ngatoroirangi vor dem sicheren Tode. Dieser benannte den Berg Tongariro, nach dem eisigen Südwind, der ihn fast getötet hätte.

Ungebändigt und unberechenbar – Die Taupo Volcanic Zone (TVZ)

Die Taupo Volcanic Zone weist eine außergewöhnlich hohe vulkanische Aktivität auf und erstreckt sich auf 350 km über die Nordinsel. Als Startpunkt gilt der aktive Unterwasservulkan Whakatane weit draußen im Pazifik nordöstlich des gleichnamigen Küstenortes, den Abschluss bildet der Mount Ruapehu im Südwesten als Teil des Tongariro National Parks. Dieses ausgedehnte Gebiet wartet mit unzähligen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf, die Wichtigsten haben wir für euch zusammengefasst.

Besonders Sehenswertes in der TVZ

  • Rotorua

rotorua

An manchen Orten Neuseelands sieht, hört, riecht und schmeckt man das, was unter der Erde brodelt und sich an besonders dünnen Stellen der Erdkruste seinen Weg nach oben bahnt. Wer mit dem Auto nach Rotorua kommt, dem zieht schon einige Kilometer vor der Ortseinfahrt der markante Geruch nach faulen Eiern in die Nase. Die Kleinstadt auf der Nordinsel ist das Epizentrum vulkanischer Aktivität, die man hier wirklich an jeder Ecke findet. Die Attraktion im Park ist nicht etwa ein toller Spielplatz oder eine Sammlung exotischer Blumen – vielmehr pilgern die Besucher zu den aus Sicherheitsgründen umzäunten Schlammlöchern, die munter vor sich hin blubbern.

So gut wie jeder Haushalt und jedes öffentliche Gebäude werden mit Erdwärme versorgt. Viele Ortsansäßige machen sich das schwefelhaltige Wasser zu Nutzen und graben sich ihren eigenen Wellness-Pool im heimischen Garten. Das Leben im vulkanisch aktiven Gebiet ist natürlich auch nicht ungefährlich, denn hin und wieder kann es passieren, dass sich unvorhergesehen die Erde an den ungünstigsten Stellen öffnet und sich so zum Beispiel die eigene Einfahrt in ein dampfendes Bächlein verwandelt.

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Vom Mount Ngongotaha aus lässt sich besonders gut erkennen, wie aktiv die gesamte Umgebung wirklich ist. Überall dampft (und stinkt) es und auch der große Rotorua See, an dem Rotorua liegt, hat an manchen Stellen eine ungewöhnlich grüngelbliche Färbung. An dessen Ufer liegt auch das Polynesian Spa, welches bereits mehrfach unter die Top 10 Spas weltweit gewählt wurde. Signature Treatments sind hier zum Beispiel jene Anwendungen, die sich den reichhaltigen Schlamm der Umgebung zunutze machen. Im großzügigen Außenbereich kann man in Becken mit unterschiedlicher Wasserzusammensetzung und verschiedenen Temperaturen die Krankheitssymptome von Arthritis, Rheuma und co. lindern oder wirkt diesen präventiv entgegen.

  • White Island

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Etwa 50 Kilometer vor der Küste des kleinen Ortes Whakatane liegt die Vulkaninsel White Island, welche mit dem Veranstalter White Island Tours per Boot oder per Hubschrauber besucht werden kann. Ein Lunchpaket, die Sicherheitsausrüstung, Landegebühr und eine Führung auf der Insel sind im Preis inbegriffen. Das sehr erfahrene Team sorgt zu jeder Zeit für die Sicherheit der Gäste und kümmert sich um aufgewühlte Mägen bei manchmal etwas rauerem Seegang, als auch um kratzende Hälse, wenn der Wind mal ungünstig steht und die Schwefelschwaden herüber weht. Wer hierher kommt, der hat vorab unterschrieben, dass er dies auf eigene Gefahr tut und sich an die Anweisungen der Guides hält – denn dies ist ein aktiver Vulkan und die Guides kennen den sichersten Weg durch das Gelände.

white island

Setzt man schließlich Fuß auf den Vulkan, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Gleich in der Nähe des Landestegs erheben sich die stark erodierten Ruinen einer ehemaligen Fabrik und bieten schon das erste Fotomotiv. Weiter geht es in kleinen Gruppen mit je zwei Guides über schwarzen, gelben und roten Schotter in Richtung Kratersee. Es gibt kleine Bächlein, die zwar klares Wasser enthalten, wegen ihres Eisengehalts aber nach Blut schmecken. Rundherum dampft, blubbert und zischt es. Solche Farben sieht man so sicherlich kein zweites Mal und auch wenn die schwefelhaltige Luft nicht unbedingt gut für das Equipment ist, ein paar Fotos müssen sein! Schließlich spaziert man nicht jeden Tag auf einem aktiven Vulkan im Pazifik, oder?

  • Lake Taupo

maori rock carvings taupo

Wie an vielen Orten Neuseelands befinden sich auch hier unweit des Stadtzentrums kostenlose “hot pools”, die sowohl von Touristen, als auch von Einheimischen gerne für ein kurzes Bad zwischendurch genutzt werden. Die eigentliche Attraktion ist jedoch der mit 616 Quadratkilometern größte See Neuseelands. Vor Jahrtausenden hätte man hier lieber nicht gebadet, denn der See befindet sich im kollabierten Kraters eines Vulkans.

Einen kurzen Segelausflug von Taupo entfernt befinden sich die zehn Meter hohen Maori Felsgravuren, welche nur vom Wasser aus zugänglich sind. Rundherum verstecken sich verschiedene Tiere und mysthische Figuren, die bei genauerem Hinschauen als Felsskulpturen erkennbar sind.

  • Wai-o-tapu

wai o tapu

Der geothermale Park Wai-o-tapu liegt auf dem Weg zwischen Rotorua und Taupo und ist vor allem für die bunten “Champagner Pools” berühmt. Beim Anblick des Lady Knox Geysirs denkt man zu Recht an Parallelen zu Island. Der familienfreundliche Weg durch den Park führt an zahlreichen Naturschauspielen vorbei, die mit klingenden Namen wie dem “Tintenfass des Teufels” oder der “Palette des Künstlers” samt passenden Erzählungen die Fantasie ankurbeln. Dazu gibt es Wissenswertes über die Entstehung der Sinter-Terrassen, Löcher und Pools, deren chemische Zusammensetzung oft schon durch ihre Färbung erkennbar ist.

  • Hells Gate

mud pools

Wer seiner Haut etwas Gutes tun will und nebenbei auch noch Badespaß sucht, der ist beim Hells Gate genau richtig. Bis spät in die Nacht hat der geothermale Park, dessen Name sich passend mit “Höllentor” übersetzen lässt, geöffnet und ermöglicht so das Eintauchen in eine mystische Landschaft aus Nebelschwaden, blubbernden Schlammlöchern und dampfenden Pools mit natürlich erhitztem, schwefelhaltigem Wasser.

Bevor man sich und seine Haut verwöhnt, sollte man auch die anderen Attraktionen des Parks erkunden, wie den “Bush Walk”, die “dampfenden Klippen”, den Schlammvulkan, einen 40 Grad warmen Wasserfall oder das “Inferno”. Am Weg nach draußen kann man sich für die Anwendung zuhause etwas vom heilenden Schlamm für sich selbst oder als sinnvolles Souvenir mitnehmen.

  • Maori Dorf Whakarewarewa

whakarewarewa

Gleich außerhalb von Rotorua liegt das Maori Dorf Whakarewarewa. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Hongi – dem symbolischen Austausch des Atems durch gegenseitiges Berühren von Nase und Stirn – lädt der Stamm die Besucher in sein Dorf ein. Hier lässt sich das Leben des dort ansäßigen Maori-Stammes bestaunen, welcher sich seit Jahrhunderten die geothermale Energie der Erde zunutze macht. Ein besonderes Highlight ist das im Erdreich zubereitete Hangi, mit gekochtem Gemüse aus den blubbernden Schwefelpools. Die lange Gardauer des Fleisches im Erdloch macht es besonders saftig und zart. Dazu gibt es eine traditionelle Tanzvorführung und bei einem Rundgang durch das Dorf wird allerlei Wissenswertes rund um Handwerk, Bauweise und Kultur der Maori vermittelt.

Trotz der touristischen Vermarktung gilt Whakarewarewa als eines der authentischten Maori-Dörfer, die für Besucher geöffnet sind. Die Einnahmen sichern das Überleben des Stammes, wodurch das Erlebnis sowohl für die Besucher, als auch die Maori einen positiven Einfluss hat.

  • Tongariro National Park

tongariro

Vielen ist der 80 000 Hektor große Park, der die drei Vulkane Ngauruhoe, Tongariro und Ruapehu beherbergt, aus der Herr der Ringe Trilogie bekannt. Der majestätische Mount Ngauruhoe diente dabei als Kulisse für den Schicksalsberg, doch auch viele andere Szenen wurden im zerklüfteten Gebiet des weitläufigen Parks gedreht.

Nicht nur Filmfans, auch Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Der Tongariro Northern Circuit zählt zu den neun Great Walks Neuseelands und kann auch nur teilweise als 19,4 Kilometer lange Tagestour begangen werden. Gutes Schuhwerk und alpine Ausrüstung sind anzuraten, Steigeisen oder Kletterausrüstung werden jedoch nicht benötigt. Trotzdem sollte man die Tour nicht unterschätzen, denn sie verlangt körperlich einiges ab. Das Wetter kann jederzeit umschlagen und je nach Jahreszeit extrem verschieden sein, daher sollte man sich unbedingt am Tag vor der Wanderung über das Wetter erkundigen. Genügend Proviant, Wasser und eine Begleitung sollten mit dabei sein.

tongariro

Wer sich für eine Wanderung im Tongariro National Park entschließt, den erwarten eine einzigartige Fauna und Flora. Das hochalpine und vulkanisch aktive Gebiet verfügt über einen Mikrokosmos, der dem Besucher an jeder Ecke neue Eindrücke bietet, sodass man aus dem Staunen kaum heraus kommt. Von Gras- und Mooslandschaften, die an die schottischen Highlands erinnern, über weite Gletscherebenen bis hin zu losen Geröllpfaden, die über roten, schwarzen oder gelben Untergrund führen, ist alles dabei. Auch ein Abstecher auf den Schicksalsberg ist möglich, der Weg ist jedoch unbefestigt und geht steil über eine Schotterhalde bergauf und dann auch wieder die selbe Strecke bergab. Für dieses Stück sollten nochmal extra drei Stunden eingeplant werden. Der Ausblick vom Kraterrand ist schwindelerregend und auch wenn Sie im Krater einen goldenen Ring erspähen sollten, lassen Sie ihn besser dort.

tongariro

Ein besonderes Schmuckstück auf dem weiteren Weg sind die Emerald Lakes, die auf der Hälfte der Strecke jeden Wanderer in ihren Bann ziehen. Die türkis-blauen Seen sind in einer faszinierenden Berglandschaft eingebettet, die von einzelnen Dampfsäulen durchzogen ist und einen Ausblick auf den umliegenden Park bietet, so weit das Auge reicht. Danach geht es noch einmal bergauf, bevor es durch grasbewachsene Hügel zurück zum zweiten Parkplatz, dem Ausgangspunkt der Tour, geht.

tongariro

Wo Sie am besten unterkommen, wie Sie zum Start der Wanderung und wieder zurück kommen (Achtung: dies ist keine Rundwanderung!), welche Ausrüstung Sie mitnehmen sollten und wo Sie Proviant bekommen, all das sowie genaue Informationen über die Etappen der Wanderung und alles Wissenswerte erfahren Sie auf der offizellen Seite des Tongariro National Parks. Dieses Video von George und Jenna von „Stoked for Saturday“ vermittelt einen ersten Eindruck:

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Wie man auch nach der Heimkehr den Kontakt pflegt

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Es ist beileibe keine Seltenheit. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die nahezu jede Urlaubsreise einfach mit sich bringt, führt in vielen Fällen dazu, dass man am Urlaubsort nette, ausgelassene Menschen kennenlernt. Doch auch Flirts unter heißer Sonne an der Strandbar sind allgegenwärtig. Manchmal entsteht daraus sogar mehr.

Leider heißt es nach einigen Wochen der Glückseligkeit Abschied nehmen. Wenn zu Hause der triste Alltag einsetzt, wird so mancher an die schönen Stunden denken, die man gemeinsam erlebt hat. Schnellstmöglich möchte man mit den neuen einheimischen Freunden und Beziehungen wieder in Kontakt treten.

In vielen Fällen ist das zum Einen jedoch ein kostspieliges Unterfangen, denn Telefonate, zum Beispiel nach Kuba oder Mexiko, sind bekanntermaßen ein teures Vergnügen. Zum Anderen ist es für die Bewohner oftmals gar nicht so einfach ihr Handy aufzuladen, um ein paar Telefonate zu führen oder SMS zu versenden. Schließlich gibt es auch an bekannten Urlaubsorten nicht an jeder Ecke Möglichkeiten, das Handy aufzuladen.

Eine perfekte Alternative besteht daher darin, Handyguthaben über das Internet zu versenden. Die Vorgehensweise ist dabei denkbar simpel und funktioniert dauerhaft zuverlässig.

Was gilt es zu tun?

Das Einzige, was man benötigt, ist die Handy-Rufnummer des Anschlusses, welchen man mit Guthaben aufladen möchte. Alleine damit ist es möglich direkt Guthaben auf das Handy oder den Internet-Stick zu senden. Der Versand selbst dauert dabei nur wenige Sekunden. Als Versender wird man nach dem Guthabentransfer abschließend per E-Mail und der Empfänger per SMS über die erfolgreiche Aufladung informiert.

Das Guthaben kann man im Übrigen in mehr als 100 Länder weltweit versenden. So bleibt man mit seinen Freunden und Bekannten auch in der Ferne an 365 Tagen rund um die Uhr in persönlichem Kontakt.

Die Firma utransto macht es möglich!